Ubuntu-Look and feel-Problem mit selbstgebautem Qt

Alles rund um die Programmierung mit Qt
Antworten
micha.specht
Beiträge: 3
Registriert: 20. Februar 2009 22:34

Ubuntu-Look and feel-Problem mit selbstgebautem Qt

Beitrag von micha.specht »

Hallo,

ich habe Qt 4.6.1 unter Ubuntu Karmic Koala selbst compiliert, damit ich Qt statisch linken kann (ich weiß, dynamisch linken hat so viele Vorteile, aber hier soll es trotzdem mal statisch sein).

Mein Problem ist, dass sich die statisch gelinkte Version nicht in den GNOME-Desktop einfügt. Besonders störend ist, dass die Schrift zu klein ist (einen Vergleich habe ich beigefügt) und sich im Gegensatz zur dynamisch gegen die Qt-Bibliothek (aus dem Ubuntu Repository) gelinkte Version nicht den GNOME-Benutzereinstellungen anpasst.

Hat jemand sowas schonmal gesehen, kann mir vielleicht jemand weiterhelfen? Gibt es einen bestimmten Switch für das configure von Qt, oder muss man zusätzlich gegen weitere Bibliotheken linken?

Vielen Dank und viele Grüße,
Michael Specht.
Dateianhänge
static-vs-dynamic.png
static-vs-dynamic.png (49.88 KiB) 2019 mal betrachtet
Christian81
Beiträge: 7319
Registriert: 26. August 2004 14:11
Wohnort: Bremen
Kontaktdaten:

Beitrag von Christian81 »

Statisch gelinkt -> also können auch keine Plugins wie z.B. das Style-Plugin geladen werden. Was soll das statische Linken? Vor allem unter Linux??
MfG Christian

'Funktioniert nicht' ist keine Fehlerbeschreibung
micha.specht
Beiträge: 3
Registriert: 20. Februar 2009 22:34

Beitrag von micha.specht »

Hallo Christian,

danke für den Tip, mir war nicht klar, dass die Styles Plugins sind.

Warum statisch? Ich möchte gern ein Paket machen, das man runterladen und entpacken kann, und es funktioniert einfach.

Unter Windows geht das gut, da reicht es, wenn ich die DLLs ins gleiche Verzeichnis wie die EXE-Datei packe.

Unter Mac OS X kann ich mit install_name_tool die Library-Pfade so patchen, dass auch in einem Pfad relativ zur Binary nach Bibliotheken gesucht wird.

Aber unter Linux? Meinst du, man sollte dann einen Shell-Script-Wrapper machen, der den LD-Pfad anpasst und dann das Programm startet? Oder sollte man eher DEB- und RPM-Pakete machen, so dass die Qt-Libraries einfach als Abhängigkeiten aufgelistet sind? Das ist anscheinend nicht so trivial, ich wäre aber dankbar, wenn jemand gute Links zu diesen Themen hat.
MichaelS
Beiträge: 240
Registriert: 27. Dezember 2005 12:49

Beitrag von MichaelS »

micha.specht hat geschrieben: Aber unter Linux? Meinst du, man sollte dann einen Shell-Script-Wrapper machen, der den LD-Pfad anpasst und dann das Programm startet? Oder sollte man eher DEB- und RPM-Pakete machen, so dass die Qt-Libraries einfach als Abhängigkeiten aufgelistet sind? Das ist anscheinend nicht so trivial, ich wäre aber dankbar, wenn jemand gute Links zu diesen Themen hat.
Warum willst Du den Anwendern unbedingt Deine QT-Libs aufdrängen? Unter Windows - wo QT vegleichsweise wenig verbreitet ist - kann ich das ja noch nachvollziehen, aber unter Linux ist QT doch schon (fast) standard und kann - sofern es nicht schon per default installiert ist - über den Paketmanager blitzschnell installiert werden. Würde jeder QT-Programmierer mit seinem Programm QT mit ausliefern, hätte ich hier zigfach QT auf meinem Rechner.
Antworten