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Simple Anleitung für Anfänger gesucht

Verfasst: 24. November 2006 14:37
von Achim
Hallo,

seit einiger Zeit versuche ich den Einstieg in die Programmiersprache Qt zu finden, aber es gelingt mir nicht. Ich benötige eine ganz simple Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger, wie ich einen Programmiercode eingeben kann, meinetwegen auch "HalloWelt", und dann erfolgreich kompiliere.

Auf meiner SuSE Linux-Partition 10.0 läuft der Qt-Designer, woraus ich mal entnehme, daß Qt dort funtioniert. Den habe ich einfach von der Distri-CD installiert.

Unter Windows 2003 habe ich Qt und MinGW installiert, weiß aber nicht, wie ich testen kann, ob alles richtig ist, oder ob ich sonst noch irgendwo was konfigurieren muß.

Kurz gesagt, ich brauche eine genaue Anleitung.

Vielen Dank!

Gruß, Achim

Verfasst: 24. November 2006 16:17
von guenni81
Wenn du bereit bist ein paar Euros auszugeben, dann kann ich dir das Bich http://www.qt4-buch.de/ empfehlen.

Re: Simple Anleitung für Anfänger gesucht

Verfasst: 24. November 2006 16:51
von -Marco-
Achim hat geschrieben:Hallo,
Kurz gesagt, ich brauche eine genaue Anleitung.
bist du denn überhaupt mit den C++-Grundlagen vertraut?

Verfasst: 24. November 2006 17:10
von Achim
Das qt4-Buch kenne ich, aber es bechäftigt sich nicht mit der Einrichtung einer Arbeitsumgebung. Es fängt gleich auf S. 23 mit dem "HalloWelt"-Beispiel an. Da habe ich offengesagt mehr erwartet, zu dem sich dieses Buch ausdrücklich an Qt-Anfänger wendet.

Ob ich mit den Grundlagen con C++ vertraut bin? Diese Frage ist so, wie wenn jemand eine Frage zu einem Textverarbeitungsprogramm hat und man den fragen würde, ob er Rechtschreibung kann.

Gruß, Achim

Verfasst: 24. November 2006 17:18
von guenni81
Bis jetzt habe ich das QT4 nur unter Windows mit VC2005 eingerichtet. Hierfür wurde hier auch schon mehrmals eine Anleitung genannt. Einfach mal nach qt2005.pdf suchen.
Bei Suse Linux kann ich leider nicht weiterhelfen...

Verfasst: 24. November 2006 17:51
von Christian81
Ausserdem gibt's z.B. noch das Qt-Tutorial und QMake-Tutorial

Verfasst: 25. November 2006 16:35
von Sym
Achim hat geschrieben:Das qt4-Buch kenne ich, aber es bechäftigt sich nicht mit der Einrichtung einer Arbeitsumgebung. Es fängt gleich auf S. 23 mit dem "HalloWelt"-Beispiel an. Da habe ich offengesagt mehr erwartet, zu dem sich dieses Buch ausdrücklich an Qt-Anfänger wendet.

Ob ich mit den Grundlagen con C++ vertraut bin? Diese Frage ist so, wie wenn jemand eine Frage zu einem Textverarbeitungsprogramm hat und man den fragen würde, ob er Rechtschreibung kann.

Gruß, Achim
Die Frage ist schon berechtigt. Einem Entwickler in einem Buch zeigen zu müssen, wie man eine Entwicklungsumgebung aufsetzt ist da ähnlich. Das erwarte ich nämlich gar nicht. ;)

Wer C++ kann, eine Entwicklungsumgebung nutzt und sie auch versteht, bekommt auch sowas auch aufgesetzt - ohne großes Qt-Wissen.

Verfasst: 25. November 2006 20:48
von Achim
Also zu meinen C++ Kenntnissen. Ich benutze eine Freeware-Entwicklungsumgebung namens devpp von http://www.bloodshed.net/. Einfach zu bedienen und man muß nicht immer zwischen Entwicklungsumgebung und Konsole switchen. Manchmal benutze ich MS Visual Studio Net 2003, aber ich will mich nicht zu sehr an Microsoft binden. Auch das ist ein Grund, weshalb ich auf Qt gestoßen bin, namlich um unabhängig zu sein.

Nun aber das entscheidende. Man muß nicht C++ können, um Qt zu verstehehen, denn das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Es gibt nur Ähnlichkeiten. Und Vorkenntnisse in einer Programmiersprache zu haben war immer vorteilhaft, wenn man eine andere lernen will.

Nun zu dem qt4-Buch. Von einem Buch, das sich ausdrücklich als "Einführung in die Applikationsentwicklung" versteht und das auch so auf den Einband schreibt, von dem erwarte ich, daß es mindestens zwei oder drei Seiten am Anfang dazu verwendet, um Einsteigern zu zeigen wie eine Qt-Umgebung eingerichtet wird, denn sonst ist der Titel so nicht gerechtfertigt. Aber wahrscheinlich sehen das andere anders. Für mich sehe ich bestätigt: Viel zu wissen ist eine Sache, dieses Wissen anderen zu vermitteln ist eine andere, besonders wenn das Einfühlungsvermögen in die Probleme seiner Leser fehlt.

Eine Frage, die ich mir schon immer im Zusammenhang mit Qt gestellt habe, warum gibt es keine Entwicklungsumgebung wie bei der oben genannten Freeware. Immerhin kostet die kommerzielle Variante von Qt mehrere tausend EUR. Das Geld sollte doch dafür da sein. Warum muß man wie anno dazumal 1982 zu DOS-Zeiten fast mittelalterlich arbeiten. Warum schaffen die Entwickler von Qt nach vielen Jahren es nicht, was man als Freeware kostenlos bekommt, nämlich eine Entwicklungsumgebung, in der man den Programm-Code entwickeln, testen und debuggen kann. Irgendwie scheinen mir diese Leute in den letzen 10 Jahren auf einen anderen Planet zu wohnen und nicht sehen wollen, was sozusagen State of the Art ist, was heute Mindeststandard ist.

So, jetzt habe ich soviel geschrieben, aber immer noch keine Antwort auf meine Frage erhalten.

Gruß, Achim

Verfasst: 25. November 2006 21:45
von ChMaster
Servus,

Da muss ich mich auch mal zu Wort melden.

@Achim

Stimmt man braucht nicht unbedingt C++ können aber man muss mindestens eine Prgrammiersprache beherschen um eine andere Programmiersprache zu lernen oder man lernt Anhand der Qt Tutorials von Anfang an. Man sollte als Anfänger immer die Kommentare genau lesen die in den Tutorials vorkommen. Wenn du nicht weißt was Funktionen, Prozeduren, Methoden, Variabeln usw. sind würde ich dir empfehlen erstmal deine Kenntnise aufzufrischen oder zu erweitern. Um mit dem Qt Framework arbeiten zu können musst du Grundkenntnise in C++ haben. Um die Qt Tutorials zu verstehen, währe es von Vorteil wenn man Englisch kann. Ohne Englischkenntnise ist es unmöglich diese Tutorials zu verstehen.

Nun zu den OpenSource IDEs. Es gibt soviele Qt IDEs die OpenSource sind. Da währen zb.: QDevelop, Monkey Studio, Edyuk oder KDevelop. Wobei KDevelop auch bald für Windows verfügbar ist (hoffe ich), wenn es auf Qt4 komplett portiert wurde.

Zu deiner Eigentlichen Frage. Es gibt wenig deutsche bis keine Tutorials die sich um das Einrichten einer Arbeitsumgebung beschäftigen. Wenn du nicht weisst wie man Umgebungsvariabeln setzt würde ich dir auch Empfehlen die Handbücher zu lesen, sowas nennt man auch RTFM. Außerdem steht auch in der README/INSTALL von Qt was man beachten muss oder wie man vorgehen sollte.

Verfasst: 25. November 2006 22:14
von Christian81
Achim hat geschrieben: Nun aber das entscheidende. Man muß nicht C++ können, um Qt zu verstehehen, denn das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Es gibt nur Ähnlichkeiten. Und Vorkenntnisse in einer Programmiersprache zu haben war immer vorteilhaft, wenn man eine andere lernen will.
Ich glaube wir machen uns da lieber nochmal schlau... Qt ist keine Programmiersprache! Qt ist ein C++ Framework. Es macht sich also sehr schlecht wenn man kein C++ kann...
Nun zu dem qt4-Buch. Von einem Buch, das sich ausdrücklich als "Einführung in die Applikationsentwicklung" versteht und das auch so auf den Einband schreibt, von dem erwarte ich, daß es mindestens zwei oder drei Seiten am Anfang dazu verwendet, um Einsteigern zu zeigen wie eine Qt-Umgebung eingerichtet wird, denn sonst ist der Titel so nicht gerechtfertigt.
Da Qt Platformunabhängig ist, ist dies unmöglich. Alles wichtige (nämlich wie qmake funktioniert), steht in der Doku
Eine Frage, die ich mir schon immer im Zusammenhang mit Qt gestellt habe, warum gibt es keine Entwicklungsumgebung wie bei der oben genannten Freeware. Immerhin kostet die kommerzielle Variante von Qt mehrere tausend EUR. Das Geld sollte doch dafür da sein.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Verstehe ich leider nicht
Warum muß man wie anno dazumal 1982 zu DOS-Zeiten fast mittelalterlich arbeiten. Warum schaffen die Entwickler von Qt nach vielen Jahren es nicht, was man als Freeware kostenlos bekommt, nämlich eine Entwicklungsumgebung, in der man den Programm-Code entwickeln, testen und debuggen kann.
Nochmal: Qt ist ein Framework und keine Programmiersprache. Also warum sollte Trolltech eine Entwicklungsumgebung programmieren?
Ausserdem gibt es eine kommerzielle Einbindung in MSVC.
Und wie Du schon mitbekommen hast gibt es auch viele OS - Programme die sich mit der Einbindung von Qt in eine IDE kümmern.
So, jetzt habe ich soviel geschrieben, aber immer noch keine Antwort auf meine Frage erhalten.
Wenn Du unter Windows den designer ausführen kannst wird wohl alles korrekt sein. Ausserdem wurde schon mal auf die Suchfunktion dieses Forums verwiesen...

Verfasst: 26. November 2006 10:15
von Sym
Achim hat geschrieben:[...]
So, jetzt habe ich soviel geschrieben, aber immer noch keine Antwort auf meine Frage erhalten.

Gruß, Achim
Hallo,

Ja, so viel geschrieben. Und eigentlich war es nicht nötig. Es liegt immer eine Hilfe bei. Es gibt ein Tutorial. Es gibt hier Hilfe. Wunderbare Voraussetzungen, um Qt lernen und verstehen zu können.

Wobei genau brauchst Du nun Hilfe?

Verfasst: 27. November 2006 17:54
von Achim
Hallo,

erst einmal allen ein herzliches Dankeschön! :P

Ob nun Framework oder Programmiersprache, irgenwo muß der Programm-Code entickelt, compilert, getestet und debugged werden. Warum also nicht in einer geeigneten grafischen Qt-Entwicklungsumgebung, in der man diese Aktionen per Mausklick erledigen kann? Ich hasse die Turnerei auf Kommandozeileneben. Das ist doch Mittelalter und aus Sicht der IT Steinzeit. Hier fehlt es offensichtlich an gutem Willen! Die Trolls sind wohl zu sehr mit Ihren Elfen beschäftig :mrgreen: , Zaubertränke herzustellen, anstatt geeignete grafische Entwicklungs- oder Arbeitsumgebungen.

Genau aus dem Grund kann man mit Qt unter Windows in MS Visual Studio arbeiten, egal ob nun Framework oder Programmiersprache. Das Problem einer fehlenden grafischen Entwicklungsumgebung, oder meinetwegen grafischen Arbeitsumgebeung, ist offensichtlich bei Trolltec aufgeklatscht. Da kann man doch gleich Qt vergessen und mit wieder mit MS-Visual Studio C++ weitermachen, wenn man schon sowieso bei Microsoft gelandt ist. Eins steht fest: eine grafische Entwicklungsumgebung muß und wird kommen.

Das ist doch die gleiche Geschichte wie bei Linux. Da hieß es auch, nur Kommandozeilenturnerei ist in. Und was ist jetzt? Grafische Benutzerumgebung in allen Bereichen wie unter Windows, denn sonst wäre Linux wegen Unzumutbarkeit untergegagen. Aber das ist ein anderes Thema.

Jetzt werde ich erst einmal eure Tipps bearbeiten, besonders die konkrete Empfehlung von "Sym" und schauen wie ich weiterkomme.

Nichts für Ungut. Ich bin ja nicht prinzipiell gegen Qt, sonst würde ich ja hier nicht um euere Hilfe fragen, aber ich will auch nicht wie in der Steinzeit arbeiten.

Gruß, Achim und

P.S. Ich hoffe dieses Statement war jetzt kürzer als mein letztes ;-)

Verfasst: 27. November 2006 18:19
von flownfluid
QT und Debugging...

unter Windows kann man ja das ganz wie schon angtönt im MSVS ausgezeichnet debuggen und so muss man ja nicht gerade irgendwo in der Komandozeile "umherturnen".

unter Linux ist gdb ja schlicht weg ausreichend fürs Debuggen wobei hier das "umherturnen" in der Komandozeile stimmt. Jedoch wem dies nicht passt kann ja das ddd Data Display Debugger Free tool verwenden. Und wem dies zu wenig ist, kann immer noch auf Totalview umsteigen.

Gruss

Verfasst: 27. November 2006 19:26
von -Marco-
Achim hat geschrieben: Ob nun Framework oder Programmiersprache, irgenwo muß der Programm-Code entickelt, compilert, getestet und debugged werden. Warum also nicht in einer geeigneten grafischen Qt-Entwicklungsumgebung, in der man diese Aktionen per Mausklick erledigen kann? Ich hasse die Turnerei auf Kommandozeileneben. Das ist doch Mittelalter und aus Sicht der IT Steinzeit.
hast du dir schon mal die zig Optionen angeschaut, mit denen sich qmake konfigurieren läßt? Bis du das richtige Kreuzchen in der IDE gefunden hast (wenn es denn überhaut existiert), hast du das Projektfile schon fertig mittels Editor bearbeitet und achtmal qmake an der Konsole ausgeführt.

Das was du Mittelalter nennst, ist bei vielen unter den Namen Effizienz bekannt.
Nunja, es soll Programmierer geben, die mehr damit beschäftigt sind ihre Maus durch die Gegend zu schubsen, als Qelltext einzugeben (Copy&Paste ist so ein schönes Beispiel).
Das Problem einer fehlenden grafischen Entwicklungsumgebung, oder meinetwegen grafischen Arbeitsumgebeung, ist offensichtlich bei Trolltec aufgeklatscht. Da kann man doch gleich Qt vergessen und mit wieder mit MS-Visual Studio C++ weitermachen, wenn man schon sowieso bei Microsoft gelandt ist. Eins steht fest: eine grafische Entwicklungsumgebung muß und wird kommen.
Ähm, nochmal, es gibt kein Problem.
Trolltech liefert eine Klassenbibliothek und einige Entwicklungstools. Soll jetzt jeder der sowas ähnliches liefert mit einer kompletten, wohlmöglich noch proprietären, IDE daherkommen?
Jedenfalls glaube ich kaum, das Trolltech mal so eben eine neue IDE aus dem Boden stampft. Warum auch, gibt ja genug.

BTW: Wenn du mit DevCpp vertraut bist, schau dir mal CodeBlocks an. Diese beiden IDE's ähneln sich sehr.

Verfasst: 28. November 2006 10:15
von Sym
Qt kann man kaufen. Da bekommt man Support und eine einfache Möglichkeit, dieses in VS einzubinden.